Keyword-Strategie für Stadtwerke: Wie geht das? | trurnit Blog

Keyword-Strategie für Stadtwerke: Wie geht das?

Keywordstrategie für Stadtwerke

„SEO? Keyword-Strategie? Das macht unsere Agentur für uns. War ja Teil der Ausschreibung“. So weit, so gut. Aber wissen Sie denn, was die Agentur da genau macht? Und ob das auch das Richtige ist? Nein? Dann sollten Sie jetzt weiterlesen!

Seien wir ehrlich: Die Branche ist nicht bekannt dafür, schnell auf Trends aufzuspringen. Doch es hat sich herumgesprochen, wie wichtig es für den Erfolg eines Energieversorgers ist, über Suchmaschinen gefunden zu werden. „Wer nicht optimiert, der nicht existiert“, brachte es mein Kollege Thomas Stock auf den Punkt. SEO ist deshalb in den meisten Ausschreibungen, Website- und Produktlaunches gefragt. Worauf EVU dabei achten sollten, habe ich hier für Sie zusammengefasst.

Am Anfang steht die Keyword-Strategie

Am Anfang heißt es Nachdenken, sich in den Kunden hineinversetzen, recherchieren. Überlegen Sie selbst: Wie sucht ein Kunde Ihre Produkte bei Google? Im Normalfall gibt er den generischen Namen in den Google-Suchschlitz ein, nicht Ihren Produktnamen. Das heißt: Ihr zentrales Keyword lautet zum Beispiel „Ökostrom“ und nicht „ÖkoSuperTarif“. Manchmal verbindet der potenzielle Kunde die Suche auch mit einem lokalen Suchbegriff, also etwa „Ökostrom Musterstadt“. Hier punkten kommunale Energieversorger automatisch – denn sie tragen den Namen der Stadt meist bereits in ihrem Namen.

Bei der Keyword-Recherche nicht nur an Produkte denken

Da das Muster nun bekannt ist, überlegen Sie weiter: Zu welchen Keywords suchen Ihre Kunden nach Ihnen? Was sind Ihre Produkte und Themen? Oder anders: Welches Problem Ihrer Kunden wollen und können Sie lösen? Sie sollten dabei übrigens nicht nur an Ihre Produkte und Dienstleistungen denken. Weitere Themen sind zum Beispiel Ihr Unternehmen als Arbeitgeber oder Ihr Engagement in der Region. Langfristig zahlen sich solche Themen mit „Longtail-Keywords“ aus.

#SEO für #Stadtwerke: Am Anfang steht die Keyword-Strategie. Das bedeutet: Nachdenken, sich in den Kunden hineinversetzen, wie sucht er? Der Lohn der Mühe: Bessere Rankings bei Google! #trurnitBlog @trurnitGruppe http://trurn.it/rX7P

Kritische Absprung-Situationen mit Themen besetzen

Vielleicht steht der Kunde vor einem Umzug? Energieversorger wissen: Das ist eine besondere Situation – zu diesem Zeitpunkt wechseln viele Kunden ihren Anbieter. Häufig geschieht das, weil andere sich besser positioniert haben und besser bei Google gerankt sind. Ihr Kunde wird vielleicht suchen: „Umzug Musterstadt Strom“. Wenn Sie diese Kunden ansprechen wollen, könnten Sie Ihnen eine eigene Seite auf Ihrer Website spendieren und ihnen mitteilen, wie sie ihren Vertrag ganz leicht mit umziehen und ihre guten Konditionen bei Ihnen behalten.

Keyword-Liste konsolidieren, gruppieren, clustern

Am Ende des Brainstormings sollte eine Liste mit allen möglichen Keywords stehen, die es nun zu konsolidieren und zu gruppieren gilt. Mit Hilfe des „Keyword Planners“ von Google Adwords stellen Sie fest, ob das Wörter sind, die bei Google wirklich gesucht werden. Suchen mehr Kunden nach dem Begriff „grüner Strom“ oder nach „Ökostrom“? Beide Begriffe sind wichtig für Ihr SEO, aber nur einer kann das Fokuskeyword sein – natürlich das mit dem höheren Suchaufkommen.

Es kann nur ein Fokus-Keyword geben!

Jeder Seite Ihrer Website ordnen Sie nur ein einzelnes Fokuskeyword zu, mehr nicht. In unserem Beispiel könnte das „Ökostrom“ sein. Das jeweils andere Keyword („güner Strom“) wird dem „Cluster“ des Fokuskeywords zugeordnet und – später dann – im Text eingebaut. Schließlich wollen Sie auch jene erreichen, die einen anderen Suchbegriff verwenden. Ähnlich entscheiden Sie bei verwandten Suchbegriffen. Sollte der Begriff wirklich eine eigene Seite bekommen oder passt es inhaltlich zu einem bestehenden Cluster?

Den wichtigsten Suchbegriff in den Seitentitel

Nun geht es auf die Ebene der einzelnen Seite und der Inhalte, die sich auf ihr befinden: Hier wollen Sie punkten. Ihr Ziel: Platz 1 für mein Fokuskeyword. Oder …? Ja, auch. Aber verlieren Sie sich nicht in der Keyword-Denke! Das Ziel von Google ist, dem Suchenden das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Und Sie sollten darauf aus sein, das bestmögliche Ergebnis für seine Suche zu liefern. Das heißt: Geben Sie dem Kunden, was er sucht. Das Keyword – das suchte der Kunde ja immerhin – sollte in jedem Fall (!) im Seitentitel stecken. Schließlich ist das der erste Kontaktpunkt zwischen Ihnen und dem Google-User. Beim Seitentitel – das ist übrigens nicht das Gleiche wie die Headline der Seite – gibt es noch mehr zu beachten, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen. Wer sich weiter informieren möchte, wird, na klar, auf Google fündig.

Nicht sklavisch die „Keyword-Dichte“ nachrechnen

Im Text und Verlauf der Seite sollte das Keyword weiter auftauchen – aber nicht, um arithmetische Formeln zu erfüllen (Keyword-Densitiy, wdf*idf …), sondern weil Sie das passende Ergebnis sein wollen. Dazu gehört nicht nur, Ihr Produkt oder Ihre Botschaft zu platzieren (das auch), sondern auch Hintergrundinformationen zu liefern. Wie unterstützen Kunden den Ausbau der Erneuerbaren, wenn Sie Ihren Ökostrom beziehen? Sind Sie vielleicht selbst an Anlagen beteiligt? Das alles will der Kunde wissen. Überzeugen Sie ihn und Sie überzeugen Google. Die begleitenden Suchbegriffe aus Ihrer Keywordliste helfen Ihnen dabei. Strukturierende Elemente wie Zwischenüberschriften, Bilder, tabellarische Übersichten und Aufzählungen ebenfalls.

Voraussetzung für den Erfolg: perfektes technisches SEO

Natürlich gehört noch einiges mehr zur Suchmaschinenoptimierung. Und ohnehin funktioniert das Ganze nur, wenn Ihre Website technisch auf Stand ist. Wie steht es um Ladezeiten, Seitenstruktur, interne und externe Linkstruktur, Duplicate Content? Welche Rolle spielt heute noch Linkbuilding? Diese Fragen sollte Ihre SEO-Agentur beantworten können – und nebenbei Ihre speziellen Branchen-Themen kennen und Keyword-Strategie verstehen.

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