Stadtwerke: Vorbilder für eine starke und glaubwürdige Markenstrategie | trurnit Blog

Stadtwerke: Vorbilder für eine starke und glaubwürdige Markenstrategie

Eishockey spielender Junge mit Helm

Da ist sie endlich. Meine geliebte brand eins. Und dann auch noch zum Thema Marketing. Also Kaffee gekocht, ausgepackt, die ganzen Werbebeilagen weggeworfen und angefangen zu lesen.

„Mitarbeiter und Kunden fragen nach der Sinnstiftung von Unternehmen…“ lese ich und dass Mitarbeiter und Kunden sich gute Unternehmen als Anbieter und Arbeitgeber wünschen. So sind sie also alle auf der Suche nach ihrem Purpose, ihrem Zweck, ihrer Mission.

Was ist die Mission Ihres Unternehmens?

Das Problem dabei: Die meisten Unternehmen haben keinen derartigen Purpose und werden auch, egal wie lange sie danach suchen, keine glaubwürdige Mission finden. Es gibt sicherlich immer etwas, das irgendwie passt. Aber nur, weil es gerade so passt, ist es nicht glaubwürdig. Weil es eben nicht aus dem Kern des Unternehmens kommt, sondern aus dem Marketing, der Kommunikation oder der Stabsstelle CSR. Und in der aktuellen Vertrauenskrise zwischen Menschen und Unternehmen hat das Gute ein gehöriges Glaubwürdigkeitsproblem. Denn das Gute war und ist leider allzu oft reine Fassade. Und die Kunden haben keinen Bock mehr sich offensichtlich vera … zu lassen. So schenken sie heute den Unternehmen lieber Misstrauen statt Vertrauen.

Was ist die Mission Ihres Unternehmens? Viele Unternehmen sind auf der Suche und finden nichts. Außer #Stadtwerke. Ihr Auftrag lautet, Kunden mit Lebensqualität zu versorgen. Das ist glaubwürdig. Wenn man es ernst meint. #trurnitBlog @trurnitGruppe http://trurn.it/DEFL

Stadtwerke und Regionalversorger genießen einen Bonus

Der Vorteil für Stadtwerke und regionale Energieversorger? Sie sind gut. Per Definition. Das ist ihr Gründungsauftrag. Menschen (nicht nur Kunden) mit Lebensqualität zu versorgen. Egal, ob es das Medium Strom, Gas, Wasser oder heute Kommunikation ist. Und das schon seit über 100 Jahren. Shared Value, das Konzept von Michael E. Porter, kann man hier in Reinkultur ansehen. Denn nur wer als EVU-Entscheider seinen Standort (beziehungsweise die Region) entwickelt, kann auch sein Unternehmen entwickeln.

Energievertrieb oft prägend für den Markenauftritt

Also alles perfekt in der Energiewelt? Leider nein. Denn der Auftrag „sorge für Lebensqualität“ gilt natürlich auch unter der Bedingung „und verdiene Geld dabei“. Im internen Rampenlicht stehen daher oft die Energievertriebe. Klar, da kommt (noch) das ganze Geld her. Und das braucht das Unternehmen für seine anderen Geschäftsfelder. Doch im Vertrieb, und insbesondere im Vertrieb außerhalb des angestammten Versorgungsgebietes, ist man im Vergleich zu den neuen Wettbewerbern oft nicht gut aufgestellt. Systeme, Strukturen, Kultur, alles hinkt den Angreifern hinterher. Also blickt man sehnsüchtig auf Branchenfremde und versucht so zu werden, wie diese sind.

Vorausschauend agieren und Wertewandel als Rückenwind nutzen

Der Eishockeyspieler Wayne Gretzky hat mal zu seinem Erfolgsrezept gesagt:

„I skate to where the puck is going to be, not where it has been“.

Liebe Stadtwerke, vielleicht ist der Puck gerade auf dem Weg zu euch? Wenn ja, wäre es doch eine gute Idee, jetzt Haltung zu zeigen und den seit Gründung vorhandenen „Purpose“ mit neuer Markenenergie zeitgemäß zu beleben. Also die Rolle als relevantes Unternehmen am Standort attraktiv und selbstbewusst in Szene zu setzen. Was dafür aus unserer Sicht nötig ist, habe ich in dem speziell für lokale und regionale Unternehmen zugeschnittenen Markenmodell „link it local“ auf wenigen Seiten zusammengefasst. Und auch die aktuelle brand eins liefert natürlich jede Menge Stoff zum Nachdenken und diskutieren. Vielen Dank dafür wieder mal nach Hamburg!

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