Digitalisierung: Wo künstliche Intelligenz nichts verloren hat | trurnit Blog

Digitalisierung: Wo künstliche Intelligenz nichts verloren hat

Nationaler Vertrieb oder Fokus auf Heimatmarkt? Interne Innovationsabteilung oder extern zukaufen? Kundencenter halten oder schließen? App oder keine App? Schwarz oder weiß? 0 oder 1?

Je stärker die Digitalisierung in unserem Leben und Arbeitsalltag Fuß fasst, desto mehr fühlen wir uns dazu gedrängt, uns immer für eine mögliche Alternative zu entscheiden. Und für alle, die sich mit Prozessen und deren Digitalisierung beziehungsweise Automatisierung beschäftigen, sind das auch die einzigen beiden Alternativen. Denn mit einem „Das kommt darauf an…“ kann ein Computer – ob er nun mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet ist oder nicht – wenig anfangen.

Niemals vorschnell entscheiden

Zum Glück verfügen wir alle aber noch über ausreichend MI (menschliche Intelligenz). Und wenn wir nach neuen Lösungen suchen, uns in unbekanntes Terrain vorwagen und Prozesse heute nicht schon bis zum letzten Schritt planen können, dann ist es wichtig, sich dem Mantra der Digitalisierungs-Jünger zu entziehen. Denn in der Entwicklung des Neuen geht es nicht immer eindeutig zu. Und wir sollten uns nicht zwingen lassen, zwischen vermeintlichen Alternativen entscheiden zu müssen. Erst recht nicht, wenn wir noch gar nicht sicher sind, ob es da nicht noch „mehr“ gibt, das sich zu betrachten lohnt.

„Grenzen der Digitalisierung: In der Entwicklung des Neuen geht es nicht immer eindeutig zu. Hier ist die MI (Menschliche Intelligenz) der KI überlegen. @trurnitGruppe  trurn.it/zi0S“

Das Bessere ist des Guten Feind

Das ist kein Plädoyer für die so genannten faulen Kompromisse, sondern ein Aufruf, sich auf die anstrengende, aber wertvolle Suche nach besseren Lösungen zu machen, die sich nicht auf den ersten Blick offenbaren. Denn wie hat es Friedrich Dürrenmatt mal so schön formuliert. „Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.“

Wehren Sie sich also dagegen, sich in einfache Auswahl-Entscheidungen drängen zu lassen. Und wehren Sie sich dagegen sofort entscheiden zu müssen. Denn manchmal liegt die Lösung nicht im schnellen „Entweder-oder“, sondern im integrativen „Sowohl-als-auch“, welches das Beste aus beiden Optionen kombiniert.

Ihr Weg zu integrativen Lösungen

Hier ein möglicher, praktisch orientierter Weg zu neuen integrativen Lösungen:

  1. Schritt: Zerlegen Sie beide vorgelegten Optionen in ihre Einzelteile und decken sie die Details auf. „Was ist gleich?“,  „Was ist unterschiedlich?“, „Was sind konkrete Stärken und Schwächen?“
  2. Schritt: Identifizieren Sie die Elemente aus beiden Optionen, die für Sie besonders wertvoll sind. „Was schafft Nutzen?“, „Was ist Teil unserer Problemlösung?“
  3. Schritt: Kombinieren Sie diese Elemente und entwickeln Sie damit verschiedene neue Optionen. „Wie können verschiedene Elemente zusammenarbeiten?“, „Ergänzen sich Modelle und Elemente zu neuen Lösungen?“
  4. Schritt: Bewerten Sie diese Optionen, wählen Sie eine aus oder starten mit diesen wieder bei Schritt 1. „Wie können wir unsere neue Lösung schnell testen?“, „Woran erkennen wir die Funktionsfähigkeit?“
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