HUH! Was Energieversorger von den Isländern lernen können | trurnit Blog

HUH! Was Energieversorger von den Isländern lernen können

Warum lieben wir nach der Fußball-EM die Isländer? Klar, sie waren der Underdog, der die Großen geärgert hat. Aber da gab es auch andere, über die keiner spricht. Am Ende haben Sie uns Freude gemacht, weil Sie einfach anders waren: eigenartig und damit einzigartig. Huh!

Einzigartig durch Nachmachen?

Auch Unternehmen wollen einzigartig sein. Wie oft wird vom USP (Unique Selling Proposition) gesprochen? Aber kann man Einzigartigkeit erreichen, wenn man immer versucht, wie alle anderen zu sein? Getrieben durch Benchmarks und branchenübliche Lösungen? Brauchen wir nicht mehr Eigenartigkeit und damit verbunden mehr Kreativität in den Unternehmen? Aber wer ist in den Unternehmen kreativ?

„Wie kann man Einzigartigkeit erreichen, wenn man immer versucht, wie alle anderen zu sein?“

Praxistest mit Kindern

Machen Sie doch mal den Test und fragen Sie ein Kindergarten-Kind, ob es kreativ sei – falls es mit dem Wort schon etwas anfangen kann; bitten Sie es alternativ, ein Bild von Ihnen zu malen. Problem? Nein. Dann fragen Sie dasselbe Kind fünf bis sieben Jahre (und Schuljahre!) später dieselbe Frage. Was wird es wahrscheinlich antworten? „Ich kann nicht zeichnen“, „Ich bin nicht kreativ“, etc.

Kreativität? reine Kopfsache!

Warum ist das so? Warum verlieren wir im Laufe der Jahre das Vertrauen in unsere Kreativität? Und warum verbinden wir mit Kreativität immer künstlerische Fähigkeiten? Ich denke, es ist Zeit, sich selbst wieder als kreativ zu begreifen und diese Fähigkeiten auch im Berufsalltag zu nutzen. Gerade in Zeiten wie der Energiewende, in denen alte Erfolgsrezepte des Energiemarkts an ihre Grenzen stoßen.

„Fangen Sie an, Fehler zu lieben. Sie sind der Weg zur perfekten Lösung!“

5 elementare Design Thinking Tipps

Hier fünf Tipps aus dem Design-Thinking, die uns selbst helfen und Ihnen nach der Lektüre hoffentlich auch:

  • Bleiben Sie ein notorischer Optimist. Vertrauen Sie immer darauf, eine gute Lösung zu finden. Ihr Optimismus macht Sie stark, kreativ und treibt Sie jeden Tag aufs Neue an. Übrigens: je näher bei uns die Projekt-Deadline rückt, umso optimistischer werden wir.
  • Heißen Sie unterschiedliche Perspektiven willkommen. Jeder sieht die Welt anders, nämlich mit seinen Augen. Jede Perspektive ist ihre eigene Realität und bringt neue Aspekte und Ideen für alternative Lösungen. Gerade zu Beginn von Entwicklungen gibt es für uns kein richtig oder falsch, nur interessant und langweilig (Anmerkung: später schon).
  • Fühlen Sie mit Ihren Kunden. Je besser Sie die Nutzer Ihrer Angebote, Produkte und Kommunikation verstehen und deren wahre Wünsche, Ängste und Motive kennen, umso besser (und einfacher!) werden Ihre Lösungen.
  • Gestalten Sie, so früh und so viel es geht. Keine Scheu vor Schere, Kleber und Stiften. Je schneller Sie sichtbare Ergebnisse in Form von Designs und Prototypen haben, umso besser kommen Sie voran. Diese müssen nicht bis ins kleinste Detail perfekt sein, aber gut genug, um Reaktionen bei Kunden oder Kollegen auszulösen.
  • Fangen Sie an, Fehler zu lieben. Fehler zu machen (im schlimmsten Fall eine Menge davon) ist hart und frustrierend. Bis zu dem einzigartigen Zeitpunkt, zu dem man die perfekte Lösung gefunden hat. Und bis dahin halten Sie es mit Thomas Alva Edison: „Fehler sind erfolgreiche Experimente, die bewiesen haben, wie es nicht geht.“

Bleiben Sie eigenartig!

Viel Glück und viel Spaß bei der Wiederentdeckung Ihrer Kreativität. Machen Sie es wie die Isländer und bleiben Sie eigenartig! HUH!

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