In der Diskussion um die digitale Transformation der Kundenkommunikation gerät ein analoger Klassiker oft unter Rechtfertigungsdruck: das gedruckte Kundenmagazin.
Doch aktuelle Daten des Leser-Radar 2025 – einer gemeinsamen Benchmark-Studie von trurnit und mindline energy – belegen, dass Print für Energieversorgungsunternehmen (EVU) weit mehr sein kann als ein analoger Kommunikationskanal, der nicht mehr „zeitgemäß“ ist. Richtig konzipiert und attraktiv aufgemacht ist das Kundenmagazin nach wie vor ein hocheffizientes Instrument, um eine besonders wertvolle Zielgruppe dort zu erreichen, wo digitale Kanäle und KI generierte Inhalte an ihre Grenzen stoßen.
Die „Gold-Zielgruppe“: Loyalität trifft auf Kaufkraft
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wen das Magazin am effektivsten erreicht. Fast zwei Drittel der Leser (64 %) sind 50 Jahre oder älter. Diese Zielgruppe ist für Versorger von herausragender Bedeutung:
- Hohe Beständigkeit: 67 % der Befragten geben an, bereits seit über zehn Jahren Kunden ihres Energieversorgers zu sein.
- Immobilienbesitz: 67 % der Leser leben im Wohneigentum (59 % im eigenen Haus, 8 % in der eigenen Wohnung) – sie sind damit die primären Entscheider für Investitionen in Photovoltaik, Wärmepumpen oder Wallboxen.
- Inhaltliches Interesse: Diese Kunden nutzen das Magazin gezielt, um sich über regionale Verantwortung und fachspezifische Energiethemen zu informieren.
„Das Kundenmagazin ist der haptische Vertrauensbeweis in einer flüchtigen digitalen Welt – es ist kein Relikt, sondern die Brücke zu Ihrer treuesten und kaufkräftigsten Zielgruppe.“
Messbare Akzeptanz: Mehr als nur „kurz durchgeblättert“
Entgegen der Vermutung, Printmedien würden ungelesen entsorgt, beweist der Benchmark eine bemerkenswerte Nutzungstiefe. 89 % der Befragten setzen sich intensiv mit dem Kundenmagazin auseinander. Dabei geben 55 % an, gezielt einzelne Beiträge zu lesen, während 34 % sogar das gesamte Heft in Ruhe durchgehen.
Die langfristige Bindung wird ebenfalls durch die Erinnerungswerte gestützt: 64 % der Leser geben an, die letzten vier Ausgaben ihres Magazins zumindest durchgeblättert zu haben. Diese kontinuierliche Präsenz führt zu einer hohen Gesamtzufriedenheit: 88 % der Leser bewerten ihr Kundenmagazin als „sehr gut“ oder „gut“.
Datenbasierte Insights der Benchmark-Studie auf einen Blick
| Kategorie | Kennzahl / Ergebnis | Strategischer Nutzwert für EVU |
|---|---|---|
| Studien-Basis | ca. 2.400 Interviews bei 26 Energieversorgern | Belastbare Benchmark-Werte für die gesamte Branche. |
| Herausgeber | trurnit & mindline energy | Kombination aus Kommunikations-Expertise und Marktforschung. |
| Kern-Zielgruppe | 64 % der Leser sind 50 Jahre oder älter | Direkter Zugang zu den entscheidenden „Best Agern“. |
| Kaufkraft | 67 % leben im Wohneigentum | Hohes Potenzial für PV-Anlagen, Wärmepumpen und Wallboxen. |
| Kundenbindung | 67 % sind seit über 10 Jahren treue Kunden | Das Magazin stabilisiert die Beziehung zur loyalen Basis. |
| Leseintensität | 89 % der Empfänger lesen das Heft intensiv | Hohe Werbewirkung und lange Verweildauer bei den Inhalten. |
| Nutzungstiefe | 34 % lesen das Magazin (fast) ganz | Komplexe Themen der Energiewende werden tatsächlich wahrgenommen. |
| Akzeptanz | 88 % bewerten das Magazin als „gut“ oder „sehr gut“ | Hoher haptischer Vertrauensbeweis und positives Image-Signal. |
| Methodik | Einladung zur Befragung rein via QR-Code im Heft | Belegt die Funktion von Print als Brücke in die digitale Welt. |
Crossmediale Synergie: Print und Digital als starkes Duo
Die Ergebnisse des Leser-Radar machen deutlich: Print und Digital sind keine Konkurrenten, sondern Partner, die sich gegenseitig verstärken. Das gedruckte Magazin liefert den haptischen Impuls und schafft Aufmerksamkeit in einem Moment der Ruhe. Diese emotionale Bindung bildet die perfekte Basis für den digitalen Dialog.
Das Magazin fungiert dabei als physische Brücke: Über QR-Codes und Short-URLs leiten Sie Ihre Leser gezielt zu weiterführenden Inhalten, Erklärvideos oder direkt in die Service-Portale weiter. So verbindet sich die Glaubwürdigkeit und Verweildauer des Papiers mit der Schnelligkeit und Interaktivität des Webs. Das Ergebnis ist ein lückenloses Kommunikations-Ökosystem, das den Kunden an jedem Kontaktpunkt optimal abholt.
Fazit: Ein Instrument für die Kundenwert-Strategie
Das Kundenmagazin ist im Jahr 2026 kein Selbstzweck. Es ist ein strategisches Werkzeug, das messbar die Kundenzufriedenheit und -bindung stärkt. Gerade für die preissensiblen, aber loyalen Bestandskunden macht es die über die reine Kilowattstunde hinausgehende Servicequalität ihres Stadtwerks sichtbar. Wer Print und Digital nicht als Konkurrenten, sondern als sich ergänzende Kräfte versteht, sichert sich den Zugang zu den kaufkräftigsten Haushalten seiner Region.
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