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TRURNIT BLOG

Wissenswertes rund um Kommunikation, Energiemarkt, Digitalisierung und Vernetzung.

Die Sozialen Medien meistern

Von Jutta Zeisset / / Social Media / Facebook / WhatsApp /
Junger Mann mit Laptop mit Social Media Kanälen im Hintergrund

Ist es nun Hexenwerk, einen Account auf Facebook erfolgreich zu bespielen? Wie erreicht man Follower bei einbrechender Reichweite? Und welcher Content kommt überhaupt noch gut an?

Zuhören und reagieren

Durch den digitalen Austausch mit Ihren Kunden wissen Sie genau, was diese sich wünschen und werden auf Geheimtipps aufmerksam. Bei uns beschwerte sich einmal ein Kunde auf Facebook über das Eis, das wir im MuseumsCafé anbieten. Darauf haben wir direkt reagiert und eine Umfrage über die soziale Plattform gestartet: Welches Eis schmeckt euch gut?" Siehe da: Es gab einen regionalen Anbieter für Eiscreme, den ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte! Heute sind meine Kunden begeistert von unserem Eis und wir erhalten viele zufriedene Nachrichten über unsere Channel.

Authentisch sein

Selten melden sich Menschen auf sozialen Netzwerken an, um über Unternehmen auf dem Laufenden zu bleiben. Stattdessen wollen sie Inhalte von ihren Freunden sehen, Fotos von echten Menschen und Geschichten über menschliche Fehler und Erfolge. Sympathisch ist daher nur derjenige, der auch authentisch ist. Wer unserem MuseumsCafé in den sozialen Medien folgt, sieht daher nicht nur perfekt Angerichtetes, sondern auch mal Fotos vom Miteinander nach Feierabend oder eine Schwarzwälder Kirschtorte die vom Tresen gefallen ist. Allzu perfekte Menschen machen schließlich vor allem schlechte Laune und davon gibt es ohnehin schon genug in den sozialen Netzwerken. Außerdem: Gerne mal live gehen! Was bei einem Live Video passiert, ist zwar schwerer zu planen, dafür aber eben vor allem authentisch.

Selten melden sich Menschen auf sozialen Netzwerken an, um über Unternehmen auf dem Laufenden zu bleiben. Sympathisch ist daher nur derjenige, der auch authentisch ist.

Geduldig sein

Die wenigsten Unternehmen auf Facebook haben über Nacht eine riesige Follower-Schar gewonnen - gut Ding will Weile haben. Das Museums-Café ist beispielsweise schon seit 2009 auf Facebook zu finden, aber erst 2012 wurden mehr und mehr Menschen darauf aufmerksam. Treue Follower, die liken, kommentieren und Anteil nehmen, sind vor allem das Ergebnis jahrelanger und konstanter Social Media-Arbeit.

Kommunizieren und nicht werben

Häufig machen Unternehmen den Fehler und erwarten, über die sozialen Netzwerke unbedingt direkt neue Kunden zu erreichen und ihren Absatz zu steigern. Stattdessen sind soziale Plattformen der Ort für langfristige Kommunikationsziele. Wer diese nutzt, um bestehende Kundenbeziehungen zu stärken, wird erfolgreicher sein. Aber aufgepasst: Dazu gehört es auch, mal Kritik einzustecken, um in einem Dialog auf Augenhöhe mit dem Gegenüber zu stehen. Sie müssen dafür bewusst Zeit und Mühe investieren und sich die eigenen Ziele vor Augen führen. Wie auch schon früher im Trurnit Blog berichtet wurde, ist diese organische Reichweite mit echter Interaktion auch im Sinne von Mark Zuckerberg - sein Facebook-Algorithmus spielt Ihnen daher in die Karten.

Die Gemeinschaft stärken

Je aktiver Sie sich engagieren, desto mehr Leute sprechen wohlwollend über Ihre Projekte. Wenn Sie Ihrer Community etwas zurückgeben möchten, können beispielsweise ehrenamtlich noch weitere Plattformen betreuen. Auf diese Weise stärken Sie Ihr Netzwerk. Neben dem Facebook-Auftritt für unser Museums-Café betreibe ich ehrenamtlich die Seiten "Ich liebe Landwirtschaft" und "Region Kaiserstuhl & Breisgau". Damit unterstütze und vernetze ich die Gemeinschaft der Landwirte und darf mich selbst über die ein oder andere Buchung als Workshop-Leiterin freuen.

Social Media für Unternehmen? Nicht zu viel Hin- und Herüberlegen, lieber den Schritt in die Praxis wagen und "machen". Was funktioniert und was nicht, findet man schnell heraus.

Die Zielgruppe kennen und ansprechen

Posts, die von der falschen Gruppe gesehen werden, erzielen auch keine Reaktionen, sondern verlaufen im Sand. Wer sich die Mühe macht, seine Zielgruppe klar einzugrenzen, erregt Interesse. Denn: Eine maßgeschneiderte Anzeige über Facebook kann schon mit wenig Geld wertvolle Kontakte knüpfen. Wenn Sie ganz gezielt suchen, wie etwa nach Aushilfen oder Ratschlägen, lohnt sich auch die Recherche nach Gruppen. Hier treffen und kommunizieren Menschen mit gleichen Interessen und Ihre Sichtbarkeit ist ganz ohne Finanzmittel gegeben.

Umdenken

Wir alle kennen die Bedenken, dass in Zukunft soziale Netzwerke wie eine ausgestorbene Wüste aussehen könnten und nur noch Unternehmensvertreter und Medien ihre gesponserten Botschaften in eine menschenleere Savanne rufen. Kann passieren - aber eben mit Sicherheit nicht auf jeder Plattform. Vero war zum Beispiel nur ein kurzer Hype, auf dem man mit Sicherheit keinen Unternehmensaccount mehr aufzubauen braucht. Aber andere Plattformen boomen - beispielsweise WhatsApp. Den Messenger kann man ganz einfach für einen Newsletter verwenden. Auf diese Weise erhalten interessierte Fans sogar Push-Meldungen. Simple Anwendungen erlauben es Ihnen, Ihre Botschaften per Messenger-Meldung an viele verschiedene Kontakte zu schicken. Das Problem: Das Einverständnis der Empfänger ist notwendig. Daher sollten Sie vorher schon eine Followerschaft aufgebaut haben.

Fazit

Einfach machen! Es ist wichtig ein Konzept im Hinterkopf zu haben, aber so lange auf den Social Media Plattformen nichts passiert, bringt es Ihnen nichts. Daher anstatt vielem Hin- und Herüberlegen lieber den Schritt in die Praxis wagen und einfach machen. Sie werden schnell herausfinden, was funktioniert und was nicht.

Jutta Zeisset auf dem trurnit Forum

Jutta Zeisset wird auch auf dem diesjährigen trurnit Forum referieren. Verpassen Sie nicht ihren Vortrag am 5. Juni: Social Media, Whatsapp und Alexa praktisch gedacht.