Pokémon Go - voll gefährlich! | trurnit Blog

Pokémon Go - voll gefährlich!

Vor kurzem ging es in diesem Blog um Pokémon Go und das enorme Werbepotenzial dieser neuen App. Trotz des weltweiten Hypes sollte man aber die Gefahren nicht aus den Augen verlieren!
→ Wie Pokémon Go die Werbung verändert

So finden die meisten Eltern dieses Spiel generell gut, weil sich ihr Nachwuchs damit häufiger an frischer Luft bewegt. Das ist leichtsinnig und geht nicht immer gut aus! Weil die jugendlichen Spieler auf dem Smartphone nur einen Mix aus realer und virtueller Welt mitbekommen, stolpern sie über reale Hindernisse und verletzen sich analog. Oder sie verirren sich und schaffen es nur mithilfe der permanent arbeitenden GPS-Ortung wieder zurück nach Hause.

„Rache ist süß – oder: Bewegung geht auch ohne Pokémon Go!“

Letzteres wollten sich mehrere Eltern sogar schon zunutze machen: Um längere Zeit ihre Ruhe zu haben, fragten sie beim Spieleentwickler Niantic nach, ob er die Ortung nicht zumindest zeitweise abschalten oder wenigstens mehr Pokéstops und Arenen an weit abgelegenen Orten einrichten kann …

Gefahr im Verzug

Aktuell kündigte Niantic an, zu Halloween mehr gespenstische Pokémons anzubieten als normal. Damit verstärkt sich der schon existierende Horror hier zu Lande! Bisher zieht am letzten Tag im Oktober ohnehin schon fast jedes zweite Kind als Monster und Hexe maskiert durch die Straßen und klingelt an den Türen. Das kommt zwar irgendwie nett rüber, rein rechtlich handelt es sich bei dem Spruch „Süßes oder Saures“ um eine astreine Nötigung. Mit der wird der Nachbar gezwungen, sich entweder hinter der Tür zu verstecken oder sich freizukaufen. Bei Öffnung der Tür und einer Weigerung, Schokoladiges zu übergeben, kommt es im schlimmsten Fall sogar zu einer vorsätzlichen Sachbeschädigung von Seiten der jungen Erpresser.

Rache ist süß

Rettung für Betroffene naht nun von unerwarteter Seite: Ausgerechnet die schlimmen Horror-Clowns eröffnen eine Möglichkeit, das Blatt zu wenden! Aufgrund der gestiegenen Nachfrage existiert jetzt nämlich ein reichhaltiges Angebot an entsprechenden Masken. Mit so einer ausgestattet kann sich jeder beim Öffnen der Tür den Schock der Kleinen zunutze machen, ihnen ihr vorher erbeutetes Naschwerk entwinden und sie mit drohender Geste verscheuchen.

Pädagogisch wertvoll

Ein Vorgehen, dass für die Kleinen gleich in mehrerlei Hinsicht wertvoll ist: Sie bekommen am konkreten Fall beigebracht, dass man es mit recht- und respektlosen Verhalten im Leben nicht weit bringt. Zudem wird ihr Zuckerkonsum reduziert. Der gilt ja in Sachen Ernährung mittlerweile ohnehin als Ursache fast allen Übels! Noch dazu ist der Nachwuchs, wenn er erschrocken Hals über Kopf das Weite sucht, an frischer Luft flott in Bewegung. Der Dank der Eltern ist also sicher! Und das Ganze ist auch noch ohne irgendwelchen technischen Schnickschnack zu haben. Wer braucht da noch Pokémon Go?

Empfehlen und Teilen Sie diesen Artikel
Marke und Digitalisierung – zwei Seiten einer Medaille
Chatbots brauchen Charakter – für Service und Vertrieb
Die Rolle von Print beim Aufbau von digitaler Reichweite