Neidhammelei wg. Netzentgelten | trurnit Blog

Neidhammelei wg. Netzentgelten

Die Netzentgelte steigen, die EEG-Umlage sinkt. „Netzentgelte höher als EEG-Umlage“, skand(al)ieren manche Fraktionen aus der erneuerbaren Energie-Industrie mit einem Unterton, als wäre das was Schlimmes.

Auf die Spitze treibt es Lichtblick: „Für Konzerne und Stadtwerke bleiben die Stromleitungen auch 2018 eine staatlich garantierte Lizenz zum Geld drucken“, kritisiert Geschäftsführer Lücking.

Netz wichtiger als Windräder und Solaranlagen

Richtig ist, dass das Netz zum jetzigen Zeitpunkt wichtiger für Land und Leute ist als Windräder und Solaranlagen. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt 2018 ungefähr 247 Euro für die Netznutzung – gegenüber 238 Euro für die EEG-Umlage.

„Das Stromnetz kostet den Verbraucher 34 Cent pro Tag – weniger als eine Brezn. Ist es das nicht wert?“

Vollkommen zu Recht ist das Netz etwas teurer. Ich würde eher darüber nachdenken wollen, ob 238 Euro Zusatzkosten für erneuerbare Energie, die obendrauf auf meine Verbrauchsrechnung kommen, nicht unverschämt sind. Aber manchmal ist ja Angriff die beste Verteidigungsstrategie …

Weniger als eine Brezn täglich!

Teuer ist unser höchst zuverlässiges Netz sowieso nicht: Jeden Kunden kostet es 34 Cent pro Tag (247 Euro : 365 Tage : 2 Personen) – weniger als eine Brezn, so viel wie ein viertel Liter Milch vom Bio-Bauern! So viel wie ein kleines Eck Butter (57 Gramm) vom Discounter. Ist uns das Netz, der Garant für den 24/7-Strom aus der Steckdose, das etwa nicht wert?

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