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5 PR-Tipps für das Kommunizieren in der Krise

Von Bianca Böttcher / / Kommunikation / PR / Strategie /
VW enschuldigt sich für Dieselmotormanipulationen

Der Abgasskandal um VW-Dieselmotoren beschäftigt die Öffentlichkeit und die Börsen. Gleichzeitig nehmen Tages- und Fachpresse das Krisenmanagement und die Kommunikation des Konzerns unter die Lupe. Wie gehen die Wolfsburger vor? Streng nach Schema F und ist das dann noch alles aufrichtig?

Fakt ist: Gerät ein Unternehmen in eine kritische Situation – und das muss nicht immer ein weltweiter Skandal sein – geht es schnell an die Substanz: Das Vertrauen der Kunden und potenziellen Kunden. Gut, wenn das Unternehmen für diesen Fall Vorsorge getroffen hat, Abläufe und Eskalationsstufen definiert hat. Folgende Grundregeln sind wichtig:

PR-Learnings aus #dieselgate: Für den Krisenfall sollten Abläufe und Eskalationsstufen definiert sein

  1. Schnelligkeit: Agieren statt reagieren. Beantworten Sie Presseanfragen schnell – innerhalb von 30 Minuten – sonst ist die Story vielleicht schon geschrieben ohne Ihr Statement.
  2. Transparenz: Sagen Sie die Wahrheit. Sie müssen nicht alles sagen - aber alles was Sie sagen muss wahr sein. Informieren Sie immer vom aktuellem Wissensstand aus und nicht scheibchenweise.
  3. Fehler eingestehen: Kommunizieren Sie offen. Gestehen Sie ein, was Sie verschuldet haben. Zeigen Sie Emotionen, bleiben Sie dabei aber unbedingt authentisch.
  4. Kontinuität: Informieren Sie regelmäßig. Berichten Sie kontinuierlich über den aktuellen Sachstand. Eine Krise hat eine lange Halbwertszeit.
  5. Vorbereitet sein: In jedem Unternehmen lauern Risiken. Sie sollten Ihre Risikopotenziale kennen und bewerten können. Auch muss klar sein, woher welche Informationen im Ernstfall kommen, wer diese zusammenführt und wer nach außen spricht.

Erst den Anwalt schicken und dann "Kein Kommentar" verlauten zu lassen ist der beste Weg, lange und kritisch von den Medien begleitet zu werden. Holen Sie sich in Krisen professionelle Hilfe, noch besser vor einer Krise.

Experten geteilter Meinung über VWs Krisen-PR

Und wie sieht das derzeit bei VW aus? Die PR-Fachleute sind sich uneins: Grobe Fehler wurden nicht gemacht, der Konzern hat relativ schnell gehandelt, Fehler eingestanden und der emotionale Auftritt Winterkorns überzeugte. Über Lösungsansätze wurde indes erst spät gesprochen und ein Ausblick in die Zukunft fehlt. Das Thema wird uns also noch lange begleiten.